Frühkindliche Bildung U3

 

" Man sollte ein Kind zu dem Menschen heranwachsen lassen, der es ist und der in ihm steckt. "

( Janusz Korczak )

 

Der aktuelle Gesetzesanspruch für unter drei jährige Kinder ist in aller Munde und wurde von der Landesregierung beschlossen, und von den örtlichen Jugendämtern sowie den einzelnen Trägern in mittlerweile fast allen Einrichtungen umgesetzt.Räume wurden geschaffen und die Fachkräfte mehr oder weniger ausreichend geschult.

In unserem Familienzentrum legen wir großen Wert auf ein fundiertes Fachwissen bei der frühkindlichen Bildung, sowie eine liebevolle Zuwendung für die Kleinen.

Deshalb wurde eine pädagogische Fachkraft zusätzlich ausgebildet und darf sich als " Zertifizierte U3 Fachkraft " benennen. Dies ist nicht in allen Einrichtungen der Fall.

Die Ausbildung umfasst ein knappes Jahr und ist mit diversen Tagesschulungen oder Fortbildungen im U3 Bereich nicht zu vergleichen.Wir sind sehr froh und stolz, dass wir in unserer Einrichtung auf diese Fachlichkeit zurückgreifen können.

 

 

Die Eingewöhnungsphase / Die Kita als neuen Lebensraum erleben

Beim Start einer sekundären Betreuung kommt es zu einer sehr bedeutsamen Trennungserfahrung für Ihr Kind.Wenn man von der Bindungstheorie ausgeht, benötigen Säuglinge und Kleinkinder erst einmal Sicherheit und Vertrauen zu ihren Eltern-also zu ihren primären Bezugspersonen. Erst dann sind sie bereit, sich auf neue Personen und Situationen einzulassen.

Den Kindern muss ausreichend Zeit gegeben werden, um sich im neuen Kindergartenalltag einzugewöhnen und die Erzieherin als neue Bezugsperson zu akzeptieren. Kinder sind sehr verschieden - bei dem einen dauert die Eingewöhnung länger als bei dem anderen Kind. Bitte akzeptieren Sie diese Individualität Ihres Kindes.

Damit sich Ihr Kind wohlfühlt und sich bei uns gut entfalten kann, ist es wichtig, dass Sie als Eltern diesen Prozess positiv begleiten und unterstützen. Deshalb geben Sie Ihrem Kind ZEIT!!

 Um sich jedem Kind individuell widmen zu können, haben wir uns dazu entschieden, die Eingewöhnung der Kinder zu staffeln und nicht alle an einem Tag einzugewöhnen. Somit kann sich der vertraglich abgeschlossene Termin ( in der Regel der 01.08.  unter Berücksichtigung der Sommerferien ) um ca. ein bis zwei Wochen nach hinten verschieben. Die Elternbeiträge werden allerdings ab August berechnet, das Essensgeld in der U3 ab September und das Frühstücksgeld nach Absprache.

In den ersten Tagen des Kitabesuches wird Ihr Kind von einer vertrauten Bezugsperson ( Mama, Papa, Oma etc. ) begleitet. Um das Kind nicht zu überfordern wird der Besuch auf ein bis zwei Stunden beschränkt. Im weiteren Verlauf der Eingewöhnung entscheiden die pädagogischen Fachkräfte ganz individuell und in Absprache mit der Begleitperson, ob schon ein erster Trennungsversuch erfolgen kann. Die Reaktion des Kindes ist hauptsächlich entscheidend für den weiteren Verlauf der Eingewöhnung.

Lässt sich ein weinendes Kind zum Beispiel von einer Erzieherin trösten oder ist es am Spielgeschehen interessiert und lässt sich ablenken, kann die Bezugsperson den Gruppenraum für eine vereinbarte Zeit verlassen ( ca. eine halbe Stunde ).Sollte das Kind nach einigen Tagen gelassen auf die Trennung reagieren, wird die Zeit in der Kita allmählich verlängert. Die elternbegleitende Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn das Kind die Erzieherin als   " sicheren Hafen " akzeptiert.

Im besten Falle sollte das Kind die Einrichtung anfänglich längstens nur bis zum Mittagessen besuchen.( individuelle Regelungen und Absprachen sind auch hier notwendig ) Damit die Eingewöhnung auch erfolgreich gelingt, ist es wichtig, dass Ihr Kind die Einrichtung in den ersten Monaten regelmässig besucht, also planen Sie bitte für diese Zeit keinen längeren Urlaub ein.

Mit diesem ausführlichen Einblick in unser Eingewöhnungskonzept hoffen wir auf Ihr Verständnis und ihre Mitarbeit. Eine Eingewöhnung braucht eben ihre Zeit und die sollten wir den Kleinen auch gewähren. Dann kann     " Die Kita als neuer Lebensraum " positiv beginnen.

 

Es ist uns sehr wichtig, dass sich Eltern und Kinder bei uns wohl und geborgen fühlen. Sie als Eltern müssen einfach ein gutes Gefühl haben wenn Sie Ihr Kind in unsere Obhut geben. Deshalb gibt es in unserer Einrichtung eine intensive Eingewöhnungszeit ( angelehnt an dem Berliner Modell ), und aus diesem Grund ist es auch wichtig, dass Sie für die Eingewöhnung genügend Zeit einplanen.( ca. 2 bis 3 Wochen )

Wann Sie die Eingewöhnung mit Ihrem Kind beginnen, werden sie rechtzeitig von den Gruppenkolleginnen erfahren. Zuvor haben Sie aber noch die Gelegenheit an verschiedenen Tagen zum " Schnuppern " vorbei zu kommen.

 

Die einzelnen Inhalte der Arbeit, sowie den Tagesablauf, Projekte und Angebote können Sie unter dem separaten Punkt U3 Bereich in unserem Menu entnehmen.